Einleitung

Der Wirkstoff Vildagliptin (Handelsname Galvus oder Jalra) ist seit September 2007 für Erwachsene mit Typ-2-Diabetes-mellitus zugelassen, bei denen Ernährungsumstellung und Bewegung einen erhöhten Blutzuckerspiegel nicht ausreichend senken.

Vildagliptin kommt infrage, wenn der üblicherweise eingesetzte Wirkstoff Metformin nicht vertragen wird. Außerdem kann Vildagliptin in verschiedenen Kombinationen mit anderen blutzuckersenkenden Arzneimitteln (einschließlich Insulin) angewandt werden, wenn diese nicht ausreichen, den Blutzuckerspiegel zu kontrollieren.

Anwendung

Vildagliptin wird zweimal täglich als Tablette in einer Dosis von 50 mg eingenommen. Nur in Kombination mit einem Sulfonylharnstoff ist die einmal tägliche Einnahme empfohlen.

Wird Vildagliptin zusammen mit anderen blutzuckersenkenden Tabletten oder Insulin eingesetzt, muss die Ärztin oder der Arzt deren Dosis eventuell anpassen, um Unterzuckerungen zu vermeiden. Eine Tagesdosis von mehr als 100 mg wird nicht empfohlen.

Andere Behandlungen

Für Patienten mit Typ-2-Diabetes kommen verschiedene Wirkstoffe als Einzeltherapie oder in Kombination infrage, dazu gehören Metformin, Sulfonylharnstoffen und Insulin.

Bewertung

Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat 2013 und 2015 bewertet, wie Vildagliptin allein und in Kombinationen mit Metformin, Sulfonylharnstoffen oder Insulin gegenüber bewährten Standardtherapien abschneidet.

Welche Fragen sind noch offen?

Welche Vor- oder Nachteile Vildagliptin im Vergleich zu bisherigen Standardtherapien hat, ist unklar, da der Hersteller keine geeigneten Daten vorlegte.

Weitere Informationen

Dieser Text fasst die wichtigsten Ergebnisse von drei veröffentlichten Gutachten des IQWiG zusammen. Auftraggeber ist der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) im Rahmen der Frühen Nutzenbewertung von Arzneimitteln. Der G-BA hat Anfang Oktober 2013 auf Basis der ersten zwei Gutachten und eingegangener Stellungnahmen einen Beschluss zum gefasst. Er beschließt erneut auf Basis des Gutachtens von 2015 und eingegangener Stellungnahmen über den .