Einleitung

Pembrolizumab (Handelsname Keytruda) ist seit Juli 2015 für Erwachsene mit fortgeschrittenem schwarzem Hautkrebs zugelassen.

Das maligne Melanom ist der gefährlichste Typ von Hautkrebs. Es entsteht aus den dunklen Pigmentzellen und wird daher auch schwarzer Hautkrebs genannt. Wenn ein Melanom entdeckt wird, wird es operativ entfernt. Manchmal ist es dafür jedoch zu groß, oder es hat sich bereits über das Blut- oder Lymphsystem auf andere Körperregionen ausgebreitet und dort Absiedlungen (Metastasen) gebildet. In diesen Fällen spricht man von einem fortgeschrittenen malignen Melanom.

Pembrolizumab wird zur Behandlung eines fortgeschrittenen Melanoms eingesetzt, das nicht mehr operativ entfernt werden kann oder bereits Absiedlungen gebildet hat. Es soll das Immunsystem dazu anregen, den Krebs zu bekämpfen.

Anwendung

Pembrolizumab wird alle drei Wochen als Infusion verabreicht – also über einen Tropf in eine Vene gegeben. Die Infusion dauert ungefähr 30 Minuten. Die Dosierung hängt vom Körpergewicht ab. Die Behandlung wird beendet, wenn die Erkrankung trotzdem fortschreitet oder gefährliche Nebenwirkungen auftreten.

Andere Behandlungen

Für Patientinnen und Patienten mit fortgeschrittenem schwarzem Hautkrebs gibt es verschiedene Standardtherapien. Diese hängen davon ab, ob sie bereits behandelt wurden und ob sie ein verändertes Eiweiß im Tumorgewebe (BRAF-V600-Mutation) haben, das zu unkontrolliertem Wachstum des Tumors führen kann.

  • Für Patientinnen und Patienten, die bereits behandelt wurden, hängt die erneute Therapie unter anderem vom vorher verabreichten Wirkstoff ab. Sie wird durch die Ärztin oder den Arzt individuell angepasst.
  • Handelt es sich um die erste Behandlung und es liegt keine BRAF-V600-Mutation vor, kommt Dacarbazin oder Ipilimumab infrage.
  • Handelt es sich um die erste Behandlung und es liegt eine BRAF-V600-Mutation vor, kommt Vemurafenib infrage.

Bewertung

Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat 2015 geprüft, welche Vor- und Nachteile Pembrolizumab für Menschen mit fortgeschrittenem schwarzem Hautkrebs im Vergleich zu den bewährten Standardtherapien hat.

Für Personen mit BRAF-V600-Mutation, die erstmalig behandelt werden, legte der Hersteller keine geeigneten Daten vor. Ob Pembrolizumab für diese Personen gegenüber Vemurafenib Vor- oder Nachteile hat, bleibt deshalb unklar.

Für folgende zwei Gruppen lagen Daten vor:

  • Personen, die bereits behandelt wurden
  • Personen ohne BRAF-V600-Mutation, die erstmalig behandelt werden

Mehr Wissen

Weitere Informationen

Dieser Text fasst die wichtigsten Ergebnisse eines Gutachtens zusammen, das das IQWiG im Auftrag des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) im Rahmen der Frühen Nutzenbewertung von Arzneimitteln erstellt hat. Der G-BA beschließt auf Basis des Gutachtens und eingegangener Stellungnahmen über den .