Einleitung

Opicapon (Handelsname Ongentys) ist seit Juni 2016 für erwachsene Personen mit Parkinson zugelassen, bei denen die Krankheit bereits fortgeschritten ist. Der Wirkstoff kommt für Patientinnen und Patienten infrage, die mit Levodopa und DOPA-Decarboxylase-Hemmern behandelt werden, aber trotzdem immer wieder Bewegungsstörungen haben. Opicapon wird mit Levodopa und DOPA-Decarboxylase-Hemmern kombiniert.

Parkinson ist eine fortschreitende Erkrankung des Gehirns. Die Ursachen sind bis heute nicht vollständig geklärt. Sie tritt meist erst nach dem 50. Lebensjahr auf. Die Krankheit kann sehr belastend sein, da sie die Bewegungsfähigkeit stark einschränken kann. Häufige Symptome sind eine Bewegungsarmut, Muskelsteife und Zittern, das in Ruhezuständen auftritt.

Opicapon soll die Wirksamkeit von Levodopa verbessern, indem es gemeinsam mit einem DOPA-Decarboxylase-Hemmer den Abbau von Levodopa verlangsamt und so dessen Konzentration im Blut erhöht.

Anwendung

Opicapon wird einmal täglich als Hartkapsel (50 mg) eingenommen. Die Anwendung erfolgt eine Stunde vor oder nach der Einnahme der Levodopa-Medikation vor dem Zubettgehen.

Andere Behandlungen

Als Standardtherapien kommen bei Personen mit fortgeschrittener Parkinson-Erkrankung, bei denen trotz einer Behandlung mit Levodopa und DOPA-Decarboxylase-Hemmern immer wieder Bewegungsstörungen auftreten, eine zusätzliche Behandlung mit einem Non-Ergot-Dopaminagonisten, einem Monoamin-Oxidase (MAO)-B-Hemmer oder einem Catechol-O-Methyl-Transferase-Hemmer (COMT-Hemmer) infrage.

Wenn alle medikamentösen Möglichkeiten ausgeschöpft sind und die Beschwerden nicht ausreichend gelindert werden können, kann eine tiefe Hirnstimulation erwogen werden. Bei der tiefen Hirnstimulation werden Elektroden in die betroffenen Bereiche des Gehirns platziert, die die Bewegungsstörungen lindern sollen.

Bewertung

Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat zuletzt 2017 geprüft, welche Vor- und Nachteile Opicapon für Personen mit einer fortgeschrittenen Parkinson-Erkrankung im Vergleich zu den bisherigen Standardtherapien hat.

Um diese Frage zu beantworten, legte der Hersteller jedoch keine geeigneten Daten vor.

Weitere Informationen

Dieser Text fasst die wichtigsten Ergebnisse der Gutachten zusammen, die das IQWiG im Auftrag des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) im Rahmen der Frühen Nutzenbewertung von Arzneimitteln erstellt hat. Der G-BA beschließt auf Basis der Gutachten und eingegangener Stellungnahmen über den Zusatznutzen von Opicapon (Ongentys).