Einleitung

Empagliflozin (Handelsname Jardiance) ist seit Mai 2014 für Erwachsene mit Typ-2-Diabetes-mellitus zugelassen, die ihren erhöhten Blutzuckerspiegel mit einer Ernährungsumstellung und Bewegung nicht ausreichend senken können.

Empagliflozin kommt infrage, wenn der üblicherweise eingesetzte Wirkstoff Metformin nicht vertragen wird. Außerdem kann Empagliflozin zusätzlich zu anderen blutzuckersenkenden Arzneimitteln (einschließlich Insulin) eingenommen werden, wenn diese nicht ausreichen, um den Blutzucker zu kontrollieren.

Diabetes mellitus ist eine Stoffwechselerkrankung, die sich auf viele Bereiche des Körpers auswirkt. Beim Typ-2-Diabetes stellt die Bauchspeicheldrüse zunächst noch genug Insulin her, es wird aber von den Körperzellen immer schlechter aufgenommen und verwertet. Lässt sich der Blutzuckerspiegel durch Ernährungsumstellung und Bewegung nicht ausreichend senken, werden blutzuckerkontrollierende Medikamente eingesetzt.

Eine Behandlung soll Menschen mit Diabetes mellitus vor zu starken Schwankungen des Blutzuckerspiegels und Beschwerden durch Unter- und Überzuckerungen schützen. Zudem sollen Folgeerkrankungen, die durch zu hohen Blutzucker entstehen können, so gut wie möglich vermieden werden.

Empagliflozin hemmt ein Transportsystem für Glukose in der Niere und erhöht dessen Ausscheidung im Urin.

Anwendung

Empagliflozin wird einmal täglich als Tablette in einer Dosis von 10 mg eingenommen.

Wenn diese Dosis gut vertragen wird, keine Nierenschwäche besteht und eine stärkere Kontrolle des Blutzuckers erforderlich ist, kann sie auf bis zu 25 mg einmal täglich erhöht werden. Wird Empagliflozin zusammen mit anderen blutzuckersenkenden Arzneimitteln oder Insulin kombiniert, muss die Ärztin oder der Arzt deren Dosis eventuell anpassen, um Unterzuckerungen zu vermeiden.

Andere Behandlungen

Für Patienten mit Typ-2-Diabetes kommen verschiedene blutzuckersenkende Wirkstoffe einzeln oder in Kombination infrage, dazu gehören Metformin, Sulfonylharnstoffe und Insulin.

Bewertung

Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat zuletzt 2016 geprüft, welche Vor- und Nachteile Empagliflozin für Menschen mit Typ-2-Diabetes einzeln oder in den zugelassenen Kombinationen hat im Vergleich zu bewährten Standardtherapien.

Um diese Frage zu beantworten, legte der Hersteller jedoch keine geeigneten Daten vor. Das galt auch für die Studie „EMPA-REG-Outcome“.

Was Studien sagen

Weitere Informationen

Dieser Text fasst die wichtigsten Ergebnisse eines Gutachtens zusammen, das das IQWiG im Auftrag des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) im Rahmen der Frühen Nutzenbewertung von Arzneimitteln erstellt hat. Der G-BA beschließt auf Basis der Gutachten und eingegangener Stellungnahmen über den .