Einleitung

Elotuzumab (Handelsname Empliciti) ist seit Mai 2016 zur Behandlung eines multiplen Myeloms zugelassen. Das Medikament kommt für erwachsene Patientinnen und Patienten infrage, die bereits mindestens eine Therapie erhalten haben. Es wird mit den Wirkstoffen Lenalidomid und Dexamethason kombiniert.

Das multiple Myelom ist eine seltene Krebserkrankung, bei der sich krankhaft veränderte Plasmazellen im Knochenmark unkontrolliert vermehren. Wenn die Erkrankung fortschreitet, wird der Knochen zerstört und die normale Blutbildung verhindert. Das kann zu Knochenschmerzen und -brüchen sowie zu einer Blutarmut (Anämie) führen. Ein multiples Myelom schwächt zudem das Immunsystem und ist eine lebensbedrohliche Erkrankung.

Der neue Wirkstoff soll das Immunsystem dazu aktivieren, die Tumorzellen anzugreifen.

Anwendung

Elotuzumab wird als Infusion in Kombination mit Dexamethason und Lenalidomid in Zyklen von 28 Tagen gegeben. In den ersten beiden Zyklen erhalten die Patientinnen und Patienten einmal pro Woche eine Infusion. Ab dem dritten Zyklus wird der Wirkstoff alle zwei Wochen angewendet.

Andere Behandlungen

Als Standardtherapie bei Personen mit multiplem Myelom kommt der Wirkstoff Bortezomib infrage. Dieser kann mit Doxorubicin oder Dexamethason kombiniert werden. Auch Lenalidomid in Kombination mit Dexamethason kann infrage kommen.

Bewertung

Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat 2016 geprüft, ob Elotuzumab für Personen mit multiplem Myelom Vor- oder Nachteile im Vergleich zu den Standardtherapien hat.

Um diese Frage zu beantworten, legte der Hersteller jedoch keine geeigneten Daten vor.

Weitere Informationen

Dieser Text fasst die wichtigsten Ergebnisse der Gutachten zusammen, die das IQWiG im Auftrag des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) im Rahmen der Frühen Nutzenbewertung von Arzneimitteln erstellt hat. Der G-BA beschließt auf Basis der Gutachten und eingegangener Stellungnahmen über den .