Einleitung

Die Fixkombination Elbasvir / Grazoprevir (Handelsname Zepatier) ist seit Juli 2016 zur Behandlung von Erwachsenen zugelassen, die an einer durch Hepatitis-C-Viren ausgelösten chronischen Leberentzündung (Hepatitis) erkrankt sind. Die Wirkstoffe sollen die Vermehrung der Viren stoppen.

Bisher sind sieben verschiedene Typen von Hepatitis-C-Viren bekannt, die als Genotypen 1 bis 7 bezeichnet werden. Die Kombination von Elbasvir / Grazoprevir ist zugelassen für Personen mit chronischer Hepatitis C durch Viren vom Genotyp 1 und 4.

Bei bis zu 80 von 100 Personen mit Hepatitis C kann das Immunsystem allein das Virus nicht erfolgreich bekämpfen. Bei ihnen sind ständig Viren im Blut vorhanden. Mit der Zeit entwickelt sich eine dauerhafte (chronische) Entzündung der Leber, die zu einer sogenannten Zirrhose führen kann. Dadurch arbeitet die Leber zunehmend schlechter. Zudem steigt das Risiko für Leberkrebs.

Man nimmt an, dass Behandlungen, nach denen im Blut dauerhaft keine Viren mehr nachweisbar sind, das Risiko für solche Folgeerkrankungen verringern.

Anwendung

Elbasvir / Grazoprevir wird einmal täglich als Tablette unabhängig von einer Mahlzeit eingenommen. Eine Tablette besteht aus 50 mg Elbasvir und 100 mg Grazoprevir. Das Medikament kann zum Beispiel abhängig von der Menge der Viren im Blut (Viruslast) mit Ribavirin kombiniert werden. Die Behandlung dauert in der Regel zwischen 12 und 16 Wochen.

Andere Behandlungen

Für Personen mit chronischer Hepatitis C kommen unter anderem abhängig von Genotyp und Viruslast verschiedene Kombinationen anderer Wirkstoffe gegen Hepatitis-C-Viren infrage.

Bewertung

Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat 2017 geprüft, ob Elbasvir / Grazoprevir Vor- oder Nachteile für Personen mit Hepatitis C im Vergleich zu den bewährten Standardtherapien hat.

Um diese Frage zu beantworten, legte der Hersteller jedoch keine geeigneten Daten vor.

Weitere Informationen

Dieser Text fasst die wichtigsten Ergebnisse eines Gutachtens zusammen, das das IQWiG im Auftrag des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) im Rahmen der Frühen Nutzenbewertung von Arzneimitteln erstellt hat. Der G-BA beschließt auf Basis der Gutachten und eingegangener Stellungnahmen über den .