Glossar

Polyneuropathie

Eine Polyneuropathie ist eine Erkrankung des peripheren Nervensystems (peripher = am Rande). Damit ist das gesamte Nervensystem außerhalb von Gehirn und Rückenmark (dem zentralen Nervensystem) gemeint. Es leitet Signale, die der Körper von außen oder den inneren Organen empfängt, an das zentrale Nervensystem weiter. So erreichen etwa Berührungsreize das Gehirn, wo sie zum Beispiel als angenehm oder schmerzhaft bewertet werden.

Bei einer Polyneuropathie sind Nervenfasern so geschädigt, dass Reize nicht oder nur noch eingeschränkt weitergeleitet werden können. Berührungen und Schmerzen werden dann nicht mehr richtig wahrgenommen, und es kommt zu Missempfindungen wie Kribbeln und Brennen. Die häufigsten Ursachen sind Diabetes mellitus und starker Alkoholkonsum.